Gestalt-Netzwerk Südwest e. V.

Jahreskalender 2019 20


Mitgliederversammlung

Termin:     Freitag, 15. Februar 2019
Zeit:           19:30 Uhr Buffet, 20:00 MV
Ort:            Zentrum  f. Yoga u. Bewegung, Burgstr.61, 69121 HD


Seminar

Dipl.-Psych. Barbara Fischer-Bartelmann, M.A.

Einführung in die Pesso-Therapie: Being in touch

Dass Körpererinnerungen und Berührungserfahrungen eng verbunden sind mit unserer frühen Bindungsgeschichte, der Formung unseres zentralen Körper-Selbsts, aber auch mit posttraumatischen Störungen, steht außer Zweifel. Wie kann man diese Erinnerungs- und Symbolisierungsfähigkeit des Körpers gezielt positiv therapeutisch nutzen?

Die Pesso-Therapie als therapeutische Methode hat besondere Konzepte und Techniken, unter Einbezug des Körpers „heilende Erinnerungen“ herzustellen, dort wo Entwicklungsimpulse von der Umwelt nicht passend beantwortet worden sind. Mithilfe der „Akkomodation“ durch Rollenspieler, also der Vermittlung genau passender Interaktionserfahrungen, können Sie als jeweils zentrale Person in Kontakt kommen mit den ursprünglichen gesunden Wachstums-Impulsen und Bedürfnissen. Sie erschaffen auf sichere und kontrollierte Weise individuelle heilende Szenen. Diese können als „synthetische Erinnerungen“ genau in demjenigen Entwicklungskontext verankert werden, wo ursprünglich Verwundungen geschehen sind.

So ist eine tiefgehende Heilungserfahrung möglich. Statt durch die erlebten Wunden kann das Erleben und Handeln im Jetzt geprägt werden durch das intensive Erleben eines gesunden und integrierten Selbst, wie es sich „im besten Fall“ hätte bilden können.

Barbara Fischer-Bartelmann, Dipl.-Psych., M. A., ist Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis in Heidelberg, zertifiziert und international tätig als Lehrtherapeutin, Supervisorin und Ausbilderin in Pesso-Therapie (PBSP), über 20 Jahre durchgehend Begleiterin von Albert Pesso als Dolmetscherin und Assistentin bei Tagungen und in Ausbildungsgruppen. Autorin zahlreicher Lehrmaterialien und Fach-Artikel über Pesso-Therapie.

Literatur/Erfahrungsberichte: www.Fischer-Bartelmann.de/PBSP/ www.Pesso-Institut.de

Termin:    15. – 17. März 2019
Zeit:           Freitag  19:30 Uhr geselliges Beisammen
.                                  20:00 Vortrag
.                  Samstag 10:00 bis 18:00 Uhr
.                  Sonntag  10:00 bis 14:00 Uhr
Ort:            Zentrum für Yoga und Bewegung, Heidelberg, Burgstraße 61

Anmeldefrist: 01. Februar 2019

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Vortrag

Dr. Albrecht Boeckh

„Die Zukunft der Gestalttherapie“

Eine therapeutische Methode, deren Credo lautet: „Ich und Du im Hier und Jetzt“ nach ihrer Zukunft zu befragen, scheint in sich selbst ein Widerspruch.
Die Gestalttherapie existiert allerdings selbst nicht außerhalb der Zeit. Sie hat Vergangenheit, Gegenwart und hoffentlich auch Zukunft. Und unsere Einschätzung davon ist wirksam für diese Zukunft  – frei nach dem sog. Thomas-Theorem: „If men defines situations as real, they are real in their consequences“.
Gestalttherapie lässt sich einerseits aus ihrem damaligen „Hier und Jetzt“ als Zeitphänomen begreifen, als Teil eines gesellschaftlichen Prozesses und als Antwort auf diesen. Andererseits weist sie auch über ihren Entstehungskontext hinaus, bleibt eine offene Gestalt. Diese auszuloten, ist meine Absicht.
Insofern lautet meine Frage: Wie zeitgemäß sind heute und für eine Zukunft, wie wir sie heute sehen, die Antworten der Gestalttherapie?

Termin:    13. September 2019
Zeit:           Freitag  19:30 Uhr geselliges Beisammen
.                                 20:00 Vortrag
Ort:            Zentrum für Yoga und Bewegung, Heidelberg, Burgstraße 61


Seminar

Dr. med Ludwig Janus:

„Die pränatale Dimension der Psychotherapie“

Der biografische Raum der vorgeburtlichen Lebenszeit und der Geburt hat in den letzten Jahren in seiner Bedeutung für die Psychotherapie zunehmend Beachtung gefunden. Prägende Erfahrungen für das spätere Lebensgefühl und Selbstgefühl werden in der vorgeburtlichen Zeit gemacht, während die Geburtserfahrung unseren späteren Umgang mit Veränderungen und unseren eigenen Individuationsmöglichkeiten beeinflusst. Die empirische Forschungslage ist ganz eindeutig: vorgeburtlicher Stress beeinflusst das Verhalten im  Sinne einer größeren Stressempfindlichkeit und die vorgeburtliche Atmosphäre prägt die synaptischen Verbindungen des sich entwickelnden Gehirns und damit Dispositionen zu bestimmten Verhaltensweisen und Gefühlseinstellungen. Und über das „fetal programming“ erfolgt die Feineinstellung der physiologischen Steuerung des Organismus. Diesen empirischen Befunden entsprechen Beobachtungen aus verschiedenen therapeutischen Settings. Gleichzeitig liegen in der vorgeburtlichen Zeit die vitalen Urerfahrungen eigener Lebendigkeit und Kraft, die durch traumatische Belastungen unzugänglich werden können und an die es in glückender Therapie wieder anzuschließen gilt. Die Zeit scheint reif für eine Zusammenschau der jahrzehntelangen Forschungs- und Klärungsarbeit, wie sie insbesondere im Rahmen der International Society for Prenatal and Perinatal Psychologie and Medicine (ISPPM) geleistet wurde. Dies ermöglicht, die praktischen Konsequenzen darzustellen, zu diskutieren  und umzusetzen. Wichtige Inhalte sind:

  • Überblick zur  Entdeckung des vorgeburtlichen und geburtlichen Unbewussten
  • Kulturelle Verarbeitung vorgeburtlichen und geburtlichen Erlebens
  • Übersicht über typische vorgeburtliche und geburtliche Erlebnisinhalte
  • Anwendungen in der therapeutischen Praxis

Ludwig Janus ist Psychoanalytischer Psychotherapeut in eigener Praxis in Dossenheim, Dozent und Lehranalytiker an psychoanalytischen und tiefenpsychologischen Weiterbildungsinstituten in HD (IPP, HIP, HIT). www.Ludwig-Janus.de

Termin:    15. – 17.11.2019

Zeit:           Freitag   19:30 Uhr Ankommen
20:00 Uhr Vortrag
.                  Samstag 10:00 bis 18:00 Uhr
.                  Sonntag  10:00 bis 14:00 Uhr
Ort:            Akademie für Gesundheitsberufe, Wieblinger Weg 19, 69123 HD

Anmeldefrist: 01. Oktober 2019

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