Gestalt-Netzwerk Südwest e. V.

Jahreskalender 2019 20 aufrufen


Mitgliederversammlung

Termin:     Freitag, 07. Februar 2020
Zeit:           19:30 Uhr Buffet,
                   20:00 Uhr Versammlungsbeginn
Ort:            Zentrum  f. Yoga u. Bewegung, Burgstr.61, 69121 HD


Vortrag

Dr. Albrecht Boeckh

„Die Zukunft der Gestalttherapie“

Eine therapeutische Methode, deren Credo lautet: „Ich und Du im Hier und Jetzt“ nach ihrer Zukunft zu befragen, scheint in sich selbst ein Widerspruch.
Die Gestalttherapie existiert allerdings selbst nicht außerhalb der Zeit. Sie hat Vergangenheit, Gegenwart und hoffentlich auch Zukunft. Und unsere Einschätzung davon ist wirksam für diese Zukunft  – frei nach dem sog. Thomas-Theorem: „If men defines situations as real, they are real in their consequences“.
Gestalttherapie lässt sich einerseits aus ihrem damaligen „Hier und Jetzt“ als Zeitphänomen begreifen, als Teil eines gesellschaftlichen Prozesses und als Antwort auf diesen. Andererseits weist sie auch über ihren Entstehungskontext hinaus, bleibt eine offene Gestalt. Diese auszuloten, ist meine Absicht.
Insofern lautet meine Frage: Wie zeitgemäß sind heute und für eine Zukunft, wie wir sie heute sehen, die Antworten der Gestalttherapie?

Termin:    13. September 2019
Zeit:           Freitag  19:30 Uhr geselliges Beisammen
                                  20:00 Vortrag
Ort:            Zentrum für Yoga und Bewegung, Heidelberg, Burgstraße 61


Seminar

Dr. med Ludwig Janus:

„Die pränatale Dimension der Psychotherapie“

Der biografische Raum der vorgeburtlichen Lebenszeit und der Geburt hat in den letzten Jahren in seiner Bedeutung für die Psychotherapie zunehmend Beachtung gefunden. Prägende Erfahrungen für das spätere Lebensgefühl und Selbstgefühl werden in der vorgeburtlichen Zeit gemacht, während die Geburtserfahrung unseren späteren Umgang mit Veränderungen und unseren eigenen Individuationsmöglichkeiten beeinflusst. Die empirische Forschungslage ist ganz eindeutig: vorgeburtlicher Stress beeinflusst das Verhalten im  Sinne einer größeren Stressempfindlichkeit und die vorgeburtliche Atmosphäre prägt die synaptischen Verbindungen des sich entwickelnden Gehirns und damit Dispositionen zu bestimmten Verhaltensweisen und Gefühlseinstellungen. Und über das „fetal programming“ erfolgt die Feineinstellung der physiologischen Steuerung des Organismus. Diesen empirischen Befunden entsprechen Beobachtungen aus verschiedenen therapeutischen Settings. Gleichzeitig liegen in der vorgeburtlichen Zeit die vitalen Urerfahrungen eigener Lebendigkeit und Kraft, die durch traumatische Belastungen unzugänglich werden können und an die es in glückender Therapie wieder anzuschließen gilt. Die Zeit scheint reif für eine Zusammenschau der jahrzehntelangen Forschungs- und Klärungsarbeit, wie sie insbesondere im Rahmen der International Society for Prenatal and Perinatal Psychologie and Medicine (ISPPM) geleistet wurde. Dies ermöglicht, die praktischen Konsequenzen darzustellen, zu diskutieren  und umzusetzen. Wichtige Inhalte sind:

  • Überblick zur  Entdeckung des vorgeburtlichen und geburtlichen Unbewussten
  • Kulturelle Verarbeitung vorgeburtlichen und geburtlichen Erlebens
  • Übersicht über typische vorgeburtliche und geburtliche Erlebnisinhalte
  • Anwendungen in der therapeutischen Praxis

Ludwig Janus ist Psychoanalytischer Psychotherapeut in eigener Praxis in Dossenheim, Dozent und Lehranalytiker an psychoanalytischen und tiefenpsychologischen Weiterbildungsinstituten in HD (IPP, HIP, HIT). www.Ludwig-Janus.de

Termin:    15. – 17.11.2019

Zeit:           Freitag   19:30 Uhr Ankommen
                                   20:00 Uhr Vortrag
                   Samstag 10:00 bis 18:00 Uhr Workshop
                   Sonntag 10:00 bis 14:00 Uhr
Ort:           Akademie für Gesundheitsberufe, Wieblinger Weg 19, 69123 HD

Anmeldefrist: 01. Oktober 2019

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Seminar

Dipl.-Psych. Cordula Zimmermann

Wahrnehmung – Projektion – Kontakt …?

Ist Projektion wirklich immer eine Kontaktstörung? Oder ist sie nicht vielmehr, sobald wir  über eigene bewusste Erfahrungen verfügen, selbstverständlicher Bestandteil unserer Kontaktaufnahme? Und wenn das so ist, was ist dann eigentlich Kontakt? Was ist „Realität“? Trifft sich eine projizierte Vorstellung mit einer anderen? Wann wird die immanente Projektion zur Kontakt -Störung?

Als GestalttherapeutInnen anerkennen wir, dass jegliche Wahrnehmung (sowieso) subjektiv ist und dass alle persönlichen Erfahrungen maßgeblich die Sicht auf die Welt prägen, jeder mit seiner eigenen „Brille“ in die Welt schaut. Dennoch rücken wir selten direkt in den Fokus, wie wir in unserer je spezifischen Wahrnehmung Fixierungen und Störungen reinszenieren. Das ist erstaunlich, wo wir doch alle bei unseren Klienten und bei uns selbst diese Macht der Wahrnehmungen und der daraus resultierenden Muster  respektieren bzw. fürchten gelernt haben…

In diesem Seminar möchte ich die persönliche „Färbung der Welt“ und ihre Auswirkungen sowohl am Beispiel unserer eigenen Person wie auch an Beispielen aus unserer therapeutischen Praxis sichtbar machen. Wir werden auch der Frage nachgehen, wie der Kontaktzyklus aus dieser Perspektive gesehen werden kann. Wo siedeln wir die Projektion an? Wann hat sie welche Auswirkungen auf den Kontaktprozess? Wann fühlen wir uns „gut im Kontakt“, verbunden und nah? Was gehört für jede/jeden einzelnen von uns dazu?

Termin:    06. – 08. März 2020
Zeit:           Freitag  19:30 Uhr geselliges Beisammen
                                   20:00 Vortrag
                   Samstag 10:00 bis 18:30 Uhr Workshop
                   Sonntag  10:00 bis 14:00 Uhr
Ort:            Zentrum für Yoga und Bewegung, Heidelberg, Burgstraße 61

Anmeldefrist: 24. Januar 2020

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Seminar

Dipl.-Psych. Friederike von Tiedeman

Wenn die Seele ruhig wird …“
Verzeihen und Versöhnen in (Paar)-Beziehungen

Es ist so gut wie unvermeidlich, dass in Paarkonstellationen, die auf Dauer angelegt sind, die Partner einander verletzen und so ihre Beziehung belasten. Damit geraten beide Partner unweigerlich in nicht enden wollende gegenseitige Vorwürfe und Streitereien. Das schadet im Laufe der Zeit ihrer Liebe und mündet nicht selten in Trennungen. Ausbleibende Versöhnung erschwert zudem eine kooperative Elternschaft oft über Jahre hinweg und gefährdet das Kindeswohl.

Die Fähigkeit zur Aussöhnung ist somit eine zentrale Kompetenz, damit Beziehungen auf Dauer attraktiv und beständig bleiben. In der therapeutischen Arbeit sowohl mit Einzelnen wie mit Paaren kommen wir an diesem Thema nicht vorbei, wenn wir professionelle Hilfe leisten wollen.

Der Vortrag beleuchtet wichtige Erkenntnisse im Blick auf die Versöhnungsarbeit mit Paaren. Im Workshop wird ein Konzept zur gezielten Steuerung von Versöhnungsprozessen vorgestellt, das sich auch auf Einzelsettings und auf die Versöhnungsarbeit mit Eltern-Kind – oder Geschwisterbeziehungen gut übertragen lässt.

Die hierzu notwendigen Interventionsstrategien werden praxisnah und anschaulich vermittelt, hilfreiche Theoriekonzepte eingeführt und konkretes therapeutisches Vorgehen eingeübt.

Termin:    13. – 14. November 2020
Zeit:           Freitag  19:30 Uhr geselliges Beisammen
                                  20:00 Vortrag
                  Samstag 10:00 bis 18:00 Uhr Workshop
Ort:           Zentrum für Yoga und Bewegung, Heidelberg, Burgstraße 61

Anmeldefrist: 02. Oktober 2020

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